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Geographie und Wirtschaftskunde
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Zeitschrift: geographie heute

  
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GH 190 - Mai 2001
gh 190 vom Mai 2001 hat das Heftthema "Afrika im Abseits ?" (vgl. dazu auch PG 3/1999, 2/1994, GR 11/2000, 4/1998, ACL 3/1997, 10/2000 und auch PG 10/1996). Der Basisartikel "Afrika im Globalisierungsprozess (Krisen, Staatsverfall und Unterentwicklung)" beschreibt zunächst den Kontinent in seiner öffentlichen Wahrnehmung ('... Kernprobleme werden medial häufig plakativ durch die vier großen A's herausgestellt: Armut, Arbeitslosigkeit, Aids, Alkoholismus ...') und fährt dann fort mit einer Zusammenstellung von Basiszahlen zur Krise Afrikas im seit den Achtzigerjahren ablaufenden Globalisierungsprozess. Nur 3,6 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in die Entwicklungsländer gehen in die subsaharischen Länder - dagegen gehen 80 Prozent in die folgenden 10 Staaten: China, Taiwan, Hongkong, Thailand, Malaysia, Indonesien, Singapur, Mexiko, Brasilien, Argentinien. Und in Afrika selbst ist die Verteilung der ausländischen Direktinvestitionen sehr unterschiedlich. So entfallen auf Nigeria und die Republik Südafrika - beide Länder erbringen rund die Hälfte der Wirtschaftsleistung des schwarzen Kontinents - 50 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen! Afrikas Anteil am Welthandel sank von 4 Prozent im Jahr 1980 auf 1,3 Prozent im Jahr 1997. Auch das Pro-Kopf-Einkommen verringerte sich im Gegensatz zu dem der Industrieländer von 1965 auf 1995. Weiters wird die negative Wirkung sozioökonomischer Strukturen (Kleinbauerngesellschaften), die gesellschaftliche Destabilisierung durch Bürgerkriege, durch das autoritäre Regime einheimische Machteliten, die Zerstörung sozialer Strukturen durch AIDS etc.in dem Beitrag aufgezeigt. Chancen einer Besserung sieht sein Verfasser nur in einer letztlich von der Basis getragenen eigenständigen, regional angepassten Wirtschaftsentwicklung und Grundversorgung. Die acht Unterrichtsbausteine versuchen diese Gedanken zu Afrika dann in schulpraktische Beispiele umzusetzen: In "Sauberes Wasser" (das haben im Schnitt nur 64 Prozent der Bevölkerung Afrikas - mit einer Streuung von 94 Prozent in Algerien bis zu 24 Prozent in Äthiopien) – werden eindrucksvoll für Schüler der 5. Schulstufe Möglichkeiten zum Anlegen von Brunnen gezeigt - vgl. GS 128/2000, GA 5/2000, GA 6/2000 und gh 169/1999); "Bilder über Fremde" verdeutlicht, wie deutsche und ghanaische Schüler einander und sich selbst sehen (vgl. PG 3/1999, PG 3/1995, PG 7-8/1995). Für unsere 8. und 9. Schulstufen gut geeignet sind die Unterrichtsbeispiele: "Konflikte im Natur- und Ressourcenschutz (Es ist schön Elefanten anzuschauen, es ist weniger schön mit ihnen leben zu müssen - ein Rollenspiel)", "Afrika auf dem Weg in die Demokratie?", "Migration und Verstädterung (Informelle Siedlungen und Umweltbelastung)"- vgl. dazu PG 1/2000, 1/1994, PG 4/2001. Weitere Unterrichtsbeispiele beschäftigen sich mit "Mehr Arbeit, aber auch mehr Freiheit! (Wie die Globalisierung das Leben der Frauen in afrikanischen Dörfern verändert)", "AIDS und die sozialen Folgen". 70 Prozent der HIV-Fälle auf der Erde sind in Afrika beheimatet, besonders betroffen davon sind die jungen Eliten und die Kinder. Die Lebenserwartung der Bevölkerung sank auf 45 Jahre, was dem Zustand von 1950 entspricht. Im Frühjahr 2001 war das internationale Urteil zugunsten der Republik Südafrika (gegen die Multis der pharmazeutischen Industrie, welche Generikum, ein Präparat mit der gleichen Zusammensetzung wie ein Markenarzneimittel, verbieten wollten) eine wichtige Maßnahme zur Hilfe! Für unsere Maturaklassen interessant ist das Beispiel "Wir stochern mit der Stange im Nebel", worin es um Konflikte und Konfliktbehandlung in Afrika geht. Vgl dazu auch gh 175/1999 und PG 2/1999. In findet man zu dieser Thematik interessante Vorlagen für OH-Transparente. Abgeschlossen wird das sehr empfehlenswerte Heft mit Unterrichtsmaterialien zu "Chinas Drei-Schluchten-Projekt" am Jangtsekiang (vgl.GA 2/1999 und PG 1/1996)), einem Quizvorschlag ("Wer wird Erdkunde Champion") und mit WWW-Tipps zu "Karten aus dem Netzt" worin auf www.monde-diplomatique/fr/en/maps bzw. www.lib.utexas/edu/Libs/PCL/Map_collection/Map_collection.html verwiesen wird.
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